Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 2014

11./12. Okt. 2014 Auswertung Usedom (Bernd Schirmeister)

 

Aufruf zur europaweiten Zählung

EU_Kiebitz_Goldregenpfeifer_2014_Anleitu
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Auswertung für Usedom (Zusammenstellung und Bewertung: Bernd Schirmeister)


Gebietsname                          Zähler                         Ergebnisse

 

371004  Gothensee                J. Hellmuth                        negativ

 

371005  Schmollensee           K.- H. Loist/M. Kaster       Kiebitz:     450

                                              

 

371006  Achterwasser Süd    K.- H. Loist/M. Kaster               negativ

                                              

 

371007  Achterwasser Nord  W. Nehls                    Goldregenpfeifer:   42                                                                       Kiebitz:              122                           

 

371008  Peenestrom Mitte    W. Nehls/B.Schirmeister   Goldregenpfeifer:    33

                                                                       Kiebitz                 65

 

372009  Peenestrom Süd       R. Wehner                  negativ

                                       J. Hellmuth

                                       O. Wenzel

                                        B. Schirmeister

 

372010  Peenestrom Nord     H. Jürgens            Goldregenpfeifer:      800

                                       D. Sellin               Kiebitz:                 2000

                                       B. Schirmeister       Großer Brachvogel:   12

 

371066  Peenemünder Haken  B. Schirmeister        Kiebitz:                  43

                                                                 Großer Brachvogel    143

 

372024  Murchiner Wiesen   O. Wenzel                  Kiebitz:                 57

 

372040  Polder Waschow      O. Wenzel                  Kiebitz:               42

 

 

Summe:          Goldregenpfeifer:         875

                     Kiebitz:                     2779

                     Großer Brachvogel:      155

 

 

Der Aufruf zur Teilnahme an der internationalen Zählung für Goldregenpfeifer sowie von Kiebitzen und Brachvögeln wurde in unserer Fachgruppe auf der Arbeitsberatung Anfang Oktober intensiv diskutiert. Da es auch bei uns traditionelle Rastplätze des Goldregenpfeifers gibt (Gnitz bei Netzelkow, Lieper Winkel, Usedomer Winkel, Großer Wotig, Hohendorfer Wiesen) erklärten sich mehrere Mitglieder der Usedomer Regionalgruppe bereit, diese und weitere Gebiete auf mögliche Vorkommen hin zu untersuchen.

Leider meinte es das Wetter am Zählwochenende wieder mal nicht gut mit den Naturfreunden. Nebel und Nieselregen erschwerten die Erfassung am Sonnabend, weshalb einige Teilnehmer auf den Wetterbericht gehört und ihre Abschnitte schon am Freitag unter guten Witterungsbedingungen kontrolliert hatten.

Die Ergebnisse sind ernüchternd. Die Agrarlandschaft präsentierte sich beinahe vogelleer. Acker für Acker, Wiese für Wiese das gleiche Bild. Fast nirgendwo gab es rastende Kiebitze, Goldregenpfeifer oder Brachvögel. Das war in den Tagen und Wochen vor der Zählung mitnichten so. Goldregenpfeifer konnten in größerer Zahl in den Hohendorfer Wiesen und auch im Usedomer Winkel bei Gneventhin beobachtet werden. Kiebitze rasteten auf vielen abgeernteten Feldern und auch im Grünland in großer Zahl. Auch der schon mehrere Jahre bestehende Schlafplatz von großen Brachvögeln in den Murchiner Wiesen war Anfang Oktober noch besetzt.

Wo liegen nun mögliche Ursachen für dieses schlechte Ergebnis? Zum einen kommt hier sicherlich die ungewöhnlich milde Herbstwitterung ins Spiel, die größere Ansammlungen von Zugvögeln nördlicher und östlicher verweilen ließ, so dass sie noch gar nicht bis zu uns gelangt sind. Andererseits waren ja bereits größere Rastansammlungen in der Agrarlandschaft anwesend, die aber am Zählwochenende verschwunden waren. Offenbar hat es großräumig umfangreichen Abzug der Zielarten gegeben. Ein Beispiel mag das verdeutlichen. Am Freitag früh waren in den Schmollenseer Wiesen morgens noch 450 rastende Kiebitze anwesend. Mittags konnten noch 300 Ind. gezählt werden und am Sonnabend gar keine mehr. Dieses Phänomen konnte im Übrigen auch auf den Zählstrecken des Greifswalder Raumes von den dortigen Ornithologen registriert werden. Ursache könnte die herbstliche Trockenheit sein, die zu Nahrungsmangel auf den Äckern führte und so den frühzeitigen und großräumigen Abzug bedingte.

 

Bernd Schirmeister

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