Schilfmahd im Polder Waschow am 12.Febr. 2017

Dieser Arbeitseinsatz ist nun schon zur Tradition geworden. Wenn es im Februar kalt genug ist, so dass sich eine tragfähige Eisdecke bilden konnte, geht es zum Polder Waschow, Schilf mähen.

 

So trafen sich am Sonntag, den 12.02.17 Klaus Behn, Karl- Heinz Loist, Bernd Schirmeister, Dirk Weichbrodt und Olaf Wenzel am Polder. Jeder hatte die notwendige technische Ausrüstung mit dabei. Dazu gehörten Motorsensen, Benzinkanister, Forken und Tee mit Rum. Von der anwesenden Tierwelt wurde unser Erscheinen missbilligend zur Kenntnis genommen. Am lautesten schimpfte der Kleinste, ein Zaunkönig am Schilfrand. Der Eisvogel musste seinen angestammten Jagdplatz am Pulowbach für kurze Zeit verlassen. Laut rufend flogen Weißwangengänse vorüber. Der Seeadler verließ seinen Platz dicht neben dem Horst jedoch nicht und auch die Kolkraben ließen sich bei der Balz nicht stören.

 

Nachdem die spiegelglatte Eisfläche des Polders überschlittert war, wurde die Technik klar gemacht und bald erfüllte das Röhren der Motorsensen die Schilfwildnis. Die Mahd erwies sich in diesem Jahr als unerwartet schwierig, da das Schilf an vielen Stellen durch Schnee und Eis niedergedrückt war und sich schlecht abmähen ließ. Manchmal machte Eis einen vernünftigen Schnitt unmöglich. Für die kommende Brutsaison ist das jedoch kein Problem, da die niedergeknickten Halme sich einerseits nicht wieder aufrichten und zum anderen den am Rand des Polders brütenden Kormoranen als Baumaterial für ihre Nester dienen. Ein Teil des Schilfs wurde wieder von unserem Brandmeister aufgeschichtet und angezündet und damit dem Nährstoffkreislauf entzogen.

 

Nun bleibt zu hoffen, dass sich im Frühjahr wieder eine ähnlich artenreiche Brut- und Rastvogelwelt wie im vorigen Jahr einstellt. Vor allem die erfolgreichen Bruten von Rotschenkeln und Kiebitzen waren ein schöner Lohn für die anstrengende Arbeit.

 

Nach zwei Stunden war die Arbeit getan und wir konnten den Rückweg über das Eis antreten.

 

Technik verpacken, umziehen und schon konnte jeder nach Hause, damit die Familie am Sonntag auch noch etwas vom NABU- Mitglied hat.

 

 

 

Bernd Schirmeister

 

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