Arbeitseinsatz zusammen mit der Naturschutzubehörde im Peenetal am 25.11.2017

Bericht und Fotos von Bernd Schirmeister

Bericht über den Arbeitseinsatz mit der Unteren Naturschutzbehörde

 

Neben der jährlich angebotenen Exkursion, die die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises V-G einmal jährlich für die ehrenamtlich im Naturschutz tätigen Personen anbietet, ist auch der gemeinsame Arbeitseinsatz inzwischen zu einer festen Tradition geworden.

 

In diesem Jahr ging es am 25.11.17 ins Peenetal bei Gützkow. Die Landschaft dort ist sehr interessant und vielgestaltig. Besonders gut ausgeprägt sind die Talhänge des Flusses mit ausgedehnten Trockenrasen, herrlichen Hecken und Feldgehölzen, die einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen beherbergen. Ebenso bedeutsam sind aber die Lebensräume entlang des Flusses, in denen das Wasser die Regie hat. Teils ausgedehnt, teils auch kleinflächig verzahnt gibt es vermoorte Torfstiche, Röhrichte, Großseggenriede und Feuchtwiesen. Brutvogelarten wie Kranich, Rohrweihe, Bekassine, Blaukehlchen, Schilfrohrsänger und viele andere sind auf diese Biotope angewiesen. Aber auch botanisch lässt sich manche Kostbarkeit entdecken von Trollblume über Mehlprimel bis hin zu verschiedenen Orchideenarten.

 

Viele dieser Lebensräume entstammen alten Kulturlandschaften, sind also durch das Wirken des Menschen entstanden. Ohne Nutzung und Pflege würden viele der wertvollen Flächen schnell verbuschen und zuwachsen, die seltenen Arten verschwinden. Daran mangelt es aber heutzutage oft, weil die Flächen kaum gewinnbringend zu bewirtschaften sind. Die Magerrasen müssen beweidet oder gemäht werden, ebenso die Feuchtwiesen. Hier setzt nun  oft der Naturschutz ein und stellt eine regelmäßige Pflege sicher.

 

Unterhalb des Pulsatillahügels bei Gützkow war eine größere Fläche eines Großseggenriedes durch Mitarbeiter des Naturparkes Peenetallandschaft gemäht worden.  

Es hatten sich knapp 20 ehrenamtliche Naturschutzhelfer und Vertreter des behördlichen Naturschutzes versammelt. Von der Usedomer NABU- Regionalgruppe nahmen Thomas Eschenauer, Winfried Becker und Bernd Schirmeister teil. Unsere Aufgabe war es nun heute, das Mähgut von der Fläche zu beräumen. Diese Arbeit ist wichtig, weil die Biomasse unbedingt von der Fläche muss, um unnötigen Nährstoffeintrag zu verhindern. Zudem ist die dicke, langsame verrottende Pflanzendecke ungünstig für die Vegetationsentwicklung im nächsten Jahr, v. a. für solche konkurrenzschwachen Arten wie Orchideen. Wichtigstes Kleidungsstück waren Gummistiefel, denn die Wiese war äußerst nass. Nachdem sich der morgendliche dichte Nebel halbwegs aufgelöst hatte, setzte Dauerregen ein, so dass es auch genügend Wasser von oben gab. Das tat der guten Laune und der Einsatzbereitschaft aber keinen Abbruch. Wichtigste Utensilien waren große Planen und Heugabeln. Schnell fanden sich Zweierteams zusammen, Plane vollgeladen mit Mähgut, zwei Mann- zwei Ecken an die Plane und ab ging die Fuhre. Oh, das hatten wir aber unterschätzt. Das Mähgut war richtig vollgesogen mit Nässe und entsprechend schwer. Die Wege bis zur Abladestelle wurden zudem immer länger, je weiter wir in die Fläche hineinkamen, die Fuhren nach und nach kleiner. Lieber einmal mehr laufen. Kalt war niemandem mehr, trocken blieb auch keiner. Nach gut vier Stunden war mancher am Ende seiner Kräfte, aber auch die Arbeit war zu Ende. Verdienter Lohn waren leckere Wildbratwürste, die schon auf dem Grill brutzelten, als wir wieder zum Parkplatz kamen. Noch ein bisschen Klönsnack und fachsimpeln- so oft sieht man sich ja auch nicht. Und dann wurde bemoddert und durchnässt der Heimweg angetreten.

 

Bernd Schirmeister

 

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