Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.
Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.
Erfahren Sie mehr über uns!
Auf der Bundesstraße B111 zwischen Kölpinsee und Stubbenfelde gibt es derzeit Verkehrsbehinderungen durch eine Baustelle. Dort soll ein Tunnel unter der Bundesstraße gebaut werden, den Fischotter zur gefahrlosen Passage nutzen können. An dieser Stelle sind schon viele Fischotter überfahren worden.
Um diese Baumaßnahme durchführen zu können und den Verkehr auf der Straße trotzdem zu ermöglichen, wird über etliche hundert Meter derzeit eine Ausweichstraße südlich der B111 errichtet. Das Ganze erregt natürlich die Gemüter der Bevölkerung wie auch der Urlauber.
Finanziert wird der Bau über eine Ausgleichsmaßnahme für den gewaltig großen Eingriff in die Natur, der bei Wolgast durch den Bau der künftigen Ortsumgehung verursacht wird. "Fischotter gegen klamme Kassen", so wird debattiert. Wir als NABU-Gruppe wissen, dass es nicht ganz so einfach ist.
Unser Auftrag ist, den Tieren, den Pflanzen, der natürlichen Umwelt eine Stimme zu geben. Ausgleichsmaßnahmen sind eins der letzten Mittel, den Ausverkauf der Natur ein wenig zu bremsen. Hier ist die Natur gemeint, die nicht zum menschlichen Nutzen da ist, sondern einfach nur existiert. Wir Menschen dürfen uns daran freuen.
Dass der Fischottertunnel an dieser Stelle tatsächlich eine Berechtigung hat, zeigte sich mir am 17.07.26 sehr deutlich: Mitten im Baustellenbereich lag auf dem Fahrbahnrandstreifen ein toter Fischotter, wohl ein Verkehrsopfer. Vermutlich war es ein Jungtier, das auf der Suche nach einem Revier herumstreifte.
Solch ein wunderschönes Tier dort tot liegen zu sehen, berührt schon sehr. Es ist gut, dass unsere Gesetze Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur fordern. Viel zu viele Naturschutzbestimmungen wurden schon beschränkt oder gar gestrichen.
Es ist ein Fakt: Die Natur leidet unter uns Menschen, sogar ohne Umgehungsstraße.
Kathrin Räsch
Trotz grauem Himmel, frischem Wind und gelegentlichen Regenschauern war der erste Karlshagener Umwelttag am 22. Juli ein voller Erfolg. Gemeinsam mit der Gemeinde Karlshagen und
weiteren Umweltakteuren gestaltete der NABU Usedom einen Mitmachstand für Kinder und Familien.
Besonders beliebt waren unsere selbst gebastelten Insektenhotels, die Mutprobe an der Fühlbox, Käfer aus Walnussschalen und das Muschelquiz. Dank vieler fleißiger kleiner
Naturfreunde entstanden zahlreiche Insektenhotels für den heimischen Garten. Auch unsere Spendendose füllte sich – die Einnahmen kommen vollständig unserer NAJU-Kindergruppe
zugute.
Wir freuen uns, dass wir den ersten Karlshagener Umwelttag mitgestalten durften, und bedanken uns bei der Gemeinde Karlshagen für die Einladung. Trotz der Herausforderungen, die
ehrenamtliches Engagement mitten in der Hauptsaison mit sich bringt, war die Veranstaltung für uns ein schöner Erfolg.
Den vollständigen Bericht mit vielen Eindrücken vom Umwelttag finden Sie hier: Umwelttag Karlshagen
Wie vielfältig unsere heimische Pflanzenwelt ist, zeigte die diesjährige Botanikexkursion der NABU-Gruppe am 6. Juni 2026 eindrucksvoll. Unter der fachkundigen Leitung des
Geobotanikers Werner Schnapp führte die Wanderung vom Forstamt Neu Pudagla über den Herrenweg bis zum Hafen Stagnieß.
Unterwegs entdeckten die Teilnehmenden zahlreiche Wildkräuter und Pflanzen wie Breitwegerich, Giersch, Schöllkraut oder Wasserschwertlilien und erfuhren Spannendes über ihre
Verwendung in der Naturheilkunde sowie ihre Bedeutung für Insekten und andere Tiere. Auch die Vogelwelt ließ sich hören und beobachten – unter anderem Mönchsgrasmücke, Neuntöter,
Pirol, Seeadler und Kuckuck begleiteten die Exkursion.
Neben vielen botanischen Besonderheiten sorgten auch Biber-Spuren, Schmetterlinge und beeindruckende Landschaften am Achterwasser für abwechslungsreiche Eindrücke. Den gemütlichen
Abschluss bildete eine Rast im ehemaligen Forsthaus in Stagnieß.
Die Exkursion machte einmal mehr deutlich, wie viel Natur sich direkt vor unserer Haustür entdecken lässt – wenn man genau hinsieht.
Den vollständigen Bericht mit vielen weiteren Beobachtungen und Pflanzenporträts gibt es hier: Alles grünt und blüht
Am 4. Juli 2026 trafen sich mehr als 30 Mitglieder, Angehörige und Gäste in der Alten Försterei in Stagnieß zum diesjährigen Sommerfest. Bei freundlichem Sommerwetter wurde
gemeinsam aufgebaut, gelacht, gewandert, musiziert und natürlich auch geschlemmt.
Wie bei unseren Festen üblich, brachte jeder etwas mit – von Kuchen und Torten über Salate bis hin zu Liedern und guter Laune. Eine Wanderung durch die reizvolle Landschaft rund
um Stagnieß, musikalische Begleitung mit Handpan und Gitarre sowie viele anregende Gespräche machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Gastgebern Rosi Nast und Felix Quade sowie allen, die zum Gelingen dieses schönen Nachmittags und Abends beigetragen haben.
Den ausführlichen Bericht von Kathrin Räsch finden Sie hier: Unser Sommerfest 2026
Wenn Sie am Usedomer Strand auf Robben oder Biber treffen, ist es wichtig, einige Verhaltensregeln zu beachten, um sowohl Ihre Sicherheit als auch die der Tiere zu gewährleisten. Denken Sie daran, dass Robben und Biber wildlebende Tiere sind und sich bei Bedrohung aggressiv verhalten können.
Für detaillierte Informationen und Verhaltensrichtlinien besuchen Sie bitte unsere Informationsseiten zu Robben und Bibern. Dort finden Sie alles, was Sie wissen müssen, um Ihre Strandbegegnungen sicher und respektvoll zu gestalten.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Rücksichtnahme!
Mit dem Rebhuhn rückt ein stark gefährdeter Agrarvogel ins Rampenlicht – und das aus gutem Grund: Sein Lebensraum sind Äcker und landwirtschaftlich genutzte Flächen, wo in den frühen Morgen- und späten Abendstunden die raue Stimme der Hähne erklingt. Doch das Rebhuhn wird immer seltener.
Das Rebhuhn gehört zur Familie der Hühnervögel und wird den Fasanenartigen zugeordnet. Anders als seine schillernden Verwandten verzichtet es auf auffälligen Federschmuck. Männchen und Weibchen sehen sich erstaunlich ähnlich – nur der markante Bauchfleck verrät das erwachsene Männchen. Beim Weibchen ist dieser weniger ausgeprägt. Ihr graubraunes Gefieder ist perfekt getarnt für ein Leben am Boden, wo sie scharrend und pickend nach Nahrung suchen oder genüsslich Sand- und Staubbäder nehmen.
Ursprünglich lebte das Rebhuhn in den Steppen Europas und Asiens. Erst mit der Entstehung von Kulturlandschaften im Mittelalter fand es neue Lebensräume in Äckern und Wiesen. Als Kulturfolger steht es heute symbolisch für viele Feldvogelarten, die durch die moderne Landwirtschaft zunehmend unter Druck geraten.
Die Intensivierung der Landwirtschaft hat dem Rebhuhn stark zugesetzt. Neben großen Monokulturen und dem Einsatz von Pestiziden ist es vor allem der Verlust von unproduktiven oder ungenutzten Offenlandflächen, wie mehrjährigen Brachen, Blüh- und Altgrasflächen, der maßgeblich die Populationsentwicklung beeinflusst. Seit 1980 ist der Bestand in Deutschland um 87 Prozent zurückgegangen – eine alarmierende Entwicklung.