Der NABU auf der Insel Usedom

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Eisenten an der Seebrücke Zinnowitz (Foto: NABU Insel Usedom / Winfried Becker)
Eisenten an der Seebrücke Zinnowitz (Foto: NABU Insel Usedom / Winfried Becker)

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.
Erfahren Sie mehr über uns!

Schellenten am Wolgastsee

Ende Januar hatten einige Mitglieder und Freunde der Usedomer NABU-Regionalgruppe in einem Feuchtgebiet östlich des Wolgastsees insgesamt drei Nistkästen für die Schellente angebracht. Es ist gegenwärtig der einzige Brutplatz auf der Insel. Bereits während der Arbeiten konnten wir die ersten Schellenten auf dem versumpften See entdecken, die auf Grund des milden Winters bereits ihre Reviere bezogen hatten. Weiterlesen

Biber an der Ostsee

Liebe Besucher unserer Homepage! Haben auch Sie einen Biber am Strand der Ostsee gesichtet? Wir gratulieren Ihnen dazu! Wo sonst kann man diesen Tieren, die vor gar nicht allzu langer Zeit fast ausgerottet waren, in der freien Natur so nahekommen? Weiterlesen

Exkursion zu den Orchideenwiesen in Peenemünde

Unsere erste Exkursion nach der coronabedingten Zwangspause führte unsere Regionalgruppe nach Peenemünde. Was es dort alles zu sehen gab, erfahren Sie hier.

Hilfe für das NSG Peenemünder Hafen

Pricken, Peenemünder Haken, Naturschutz, THW
Foto: NABU Insel Usedom / te

In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Ortsverband Wolgast des Technischen Hilfswerks wurden Pricken eingespült, um brütende und rastende Vogelarten besser zu schützen. Weiterlesen

Arbeitseinsatz Peenemünde

Die Untere Naturschutz-behörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald hatte eingeladen und viele ehrenamtliche Naturschützer kamen zum gemeinsamen Arbeitseinsatz, der nun schon zur jährlichen Tradition geworden ist. Weiterlesen 



Aktuelle Meldungen zum Blaumeisensterben

Bereits seit Anfang März wurden in Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die offensichtlich krank wirken und kurz darauf versterben. Seit Anfang April ruft der NABU daher dazu auf, Verdachtsfälle dieses Phänomens über ein Online-Formular zu melden. 

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Da Vögel aber auch an anderen Krankheiten gestorben sein könnten und grundsätzlich oft mehrere Pathogene in sich tragen können, ist beim Umgang mit toten Vögeln immer mit Vorsicht vorzugehen.

Suttonella ornithocola betrifft fast ausschließlich Meisenarten, dabei vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt. Mutmaßlich dürften auch die selteneren Arten betroffen sein, wie zum Beispiel die eher auf den Wald beschränkten Tannen- und Haubenmeisen und vermutlich auch Sumpf- und Weidenmeisen. Seltener betroffen sind offensichtlich die größeren Kohlmeisen.

 

Alle weiteren Informationen, eine Karte mit dem Verbreitungsgebiet und ein Onlineformular zur Meldung erkrankter Vögel finden Sie auf der bundesweiten NABU-Homepage.

Blaumeise - Foto: NABU/Oscar Klose
Blaumeise - Foto: NABU/Oscar Klose

Vogel des Jahres 2020

Die Turteltaube ist ein Symbol für Glück und Liebe

 

Ihre Lebensbedingungen sind leider weniger romantisch, denn sie ist stark gefährdet: Seit 1980 haben wir fast 90 Prozent der kleinen Taube in Deutschland verloren, ganze Landstriche sind turteltaubenfrei. Es fehlt geeigneter Lebensraum wie strukturreiche Wald- und Feldränder, wo sie ausreichend und pestizidfreie Samen von Wildkräutern findet. Mangelt es an Feldgehölzen und lichten, unterholzreichen Wäldern, kann sie zudem ihre Jungen nicht großziehen. 

 

Unsere einzige als Zugvogel lebende heimische Taube setzt sich auch neuen Gefahren wie dem Klimawandel und dem Verlust von Lebensräumen in der Sahelzone aus. Vor allem aber die nicht enden wollende legale und illegale Jagd auf Turteltauben im Mittelmeerraum bleibt ein akutes Problem. 

 

Und die Turteltaube hält leider noch einen traurigen Rekord: Sie ist der erste vom NABU gekürte Vogel des Jahres, der auch als global gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste steht – auf einer Stufe mit dem stolzen Kaiseradler oder dem prächtig-schillernden großen Hyazinth-Ara am Amazonas! Unser Jahresvogel 2020 ist zudem die einzige Taubenart, welche im Übereinkommen zur Erhaltung wandernder, wild lebender Tierarten (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals) aufgeführt ist.