Kröten und Frösche wandern wieder

Milder Winter sorgt für frühe Frühlingsgefühle

Immer der Liebe nach: Die frühlingshaften Temperaturen locken Frösche, Kröten, Molche und Unken in ganz Deutschland aus ihren Winterquartieren. Sie begeben sich zu ihren Laichgewässern, um sich zu paaren. Der NABU bittet darum Autofahrerinnen und Autofahrer, auf Amphibienwanderstrecken maximal 30 Stundenkilometer zu fahren. „Wegen des milden Winters hat die Wanderung in diesem Jahr einige Wochen früher begonnen. Bereits im Januar waren die ersten Kröten unterwegs“, so Sascha Schleich, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik. „In den kommenden Wochen steuert das Paarungsgeschehen auf seinen Höhepunkt zu.“

Autofahrerinnen und Autofahrer müssen daher jetzt besonders gut aufpassen. Was viele nicht wissen: Die Tiere können nicht nur durch direktes Überfahren sterben, sondern auch wenn Fahrzeuge sehr schnell unterwegs sind. „Große Geschwindigkeit erzeugt einen so hohen Luftdruck, dass die inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen platzen oder durch den Mund nach außen gestülpt werden. Die Tiere verenden qualvoll“, so Schleich. Eine umsichtige Fahrweise ist auch wegen der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer wichtig. „Der Einsatz an den Straßen wird weniger gefährlich, wenn Autofahrer Warnschilder und Tempolimits beachten – zumal die Einsätze in der Dämmerung stattfinden, wenn die meisten Tiere unterwegs sind“, so Schleich.

Seit vielen Jahren kämpfen Naturschützer gegen den Amphibientod an unseren Straßen. Sie stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Für diese ehrenamtliche Arbeit sind zahlreiche Helferinnen und Helfer nötig. Der NABU bietet deshalb Sonderseiten zum bundesweiten Wandergeschehen an. Dort gibt es neben aktuellen Meldungen über besondere Ereignisse und seltene Arten auch eine bundesweite Datenbank, die über den Standort von Krötenzäunen und Aktionen informiert und wo Helfer gebraucht werden.


Tipps für Vogelbeobachtungen

auf Usedom und in näherer Umgebung

Wir laden Sie ein, als Gast unsere Insel mit ihrer Fauna und Flora zu besuchen, jedoch bitten wir um Verständnis, dass wir hier keine Details zu besonderen Vorkommen geschützter Vögel und zu ihren Lebensräumen nennen. 

 

Naturschutzgebiete: https://www.kreis-vg.de/Landkreis/Naturschutz/Naturschutzgebiete-NSG-

 

Polderflächen: Diese Flächen auf dem Festland, die südlich an den Peenestrom grenzen, wurden dauerhaft überflutet, nachdem ein Hochwasser 1995 zu Deichbrüchen führte. Es sind Gebiete in einem intensiven ökologischen Entwicklungsprozess. Hier ist nichts fertig, die Natur mit ihren Kreisläufen von Leben und Tod hat mehr Freiheit als anderswo. Das Beobachten ist am besten vom Beobachtungsturm aus möglich. Er befindet sich am Fahrradweg südlich der Zecheriner Brücke. 

 

Äcker, Wiesen: Auch bei uns bieten die landwirtschaftlich genutzten Flächen leider nicht die Vielfalt an Lebensräumen, die möglich wäre. Jedoch lohnen sich auch hier Spaziergänge und Fotopirsch. Überraschende Begegnungen sind recht häufig. Im Winterhalbjahr sind Scharen nordischer Gänse und Schwäne unübersehbar. Hier lohnt sich die Ausschau nach Raritäten oder auch beringten Vögeln.

 

Halbinseln: Auch wenn man nicht auf Vogelpirsch ist, ist ein Besuch unserer Halbinseln Gnitz und Lieper Winkel für den Naturliebhaber etwas Besonderes. Das Wasser ist immer in der Nähe, wie unterschiedlich auch die Lebensräume sind, in denen Sie als Besucher sich bewegen, sodass die Vielfalt der zu entdeckenden Vögel groß sein kann. 

 

Deiche: Je nachdem, ob sie Sich auf den binnenseitigen Deichen oder den Deichen zu Ostsee hin bewegen, ist natürlich mit unterschiedlichen Beobachtungen zu rechnen. Mit etwas Glück können Sie im Frühjahr bzw. Herbst den Vogelzug beobachten. Aber auch sonst ist meist viel los.

 

Wälder: Auch wenn unsere Wälder Lebensräume mit hohem Erholungswert für uns Menschen sind, unterscheiden sich die Wälder unserer Insel in Bezug auf die Vogelwelt nicht wesentlich von anderen Wäldern. Genießen Sie je nach Jahreszeit die Vögel der unterschiedlichen Arten.

 

Strand: Wer am Strand und auf der Ostsee nach Vögeln sucht, sollte dazu vor allem die Zeiten außerhalb der Sommersaison wählen. Jedoch kann ein geduldiger Beobachter auch im Sommer zwischen den Möwen und Seeschwalben unerwartete Gäste oder auch beringte Vögel finden. Im Winter und zu Zugzeiten kann (besonders mit der entsprechenden Optik) das Rast- bzw. Zuggeschehen erlebt werden.

 

Seen: Unsere Seen sind in besonderer Weise Ort der Erholung für uns Menschen. Mit Geduld und Glück kann der Vogelliebhaber hier Vertreter unterschiedlicher Arten antreffen. 

 

Seeadler: Seine Faszination nimmt nicht ab: unseren größten heimischen Greifvogel können Sie mit etwas Geduld und Umsicht ziemlich sicher bei uns beobachten. Er ist auf Usedom und in der Umgebung flächendeckend zu erleben. Selbstverständlich findet man ihn eher in Wassernähe, aber Zufallsbegegnungen können Sie überall haben, ob nun während einer Autofahrt oder auf dem Parkplatz des Supermarktes. Überall dort, wo Wasser auf Land trifft, also an den Brücken, den Poldern und auf den Halbinseln, ist die Chance, ihn zu sehen, höher.