„Inselhof“ — schwalbenfreundliches Haus

OZ vom 15.09.2012

 

 

 

Sabine Schlechter (l.) freut sich über die Ehrung durch NABU-Regionalgruppenleiterin Kathrin Räsch. Foto: uz
Sabine Schlechter (l.) freut sich über die Ehrung durch NABU-Regionalgruppenleiterin Kathrin Räsch. Foto: uz

Zempin (OZ) - Schwalben galten lange als Glücksboten, verkündeten sie mit ihrer Rückkehr doch den beginnenden Sommer. Mangelndes Verständnis, fehlende Nistplätze und geeignetes Nistmaterial führten zum Rückgang der Schwalben auch in Mecklenburg/Vorpommern. „Unser Projekt zum Schwalbenschutz riefen wir vor drei Jahren ins Leben. Wir wollen erreichen, dass sich Schwalben bei uns wieder wohl fühlen. Auch Hotels und Privatpersonen können sich bewerben, um die begehrte Plakette ,Schwalbenfreundliches Haus‘ zu erhalten“, erzählt Kathrin Räsch, Vorsitzende der NABU-Gruppe.

Sabine Schlechter freut sich über die Auszeichnung ihres „Inselhof“: „Die etwa 35 Nester sind ein Blickfang für unsere Gäste, die sich freuen, dass hier auch die Mehlschwalben ausgezeichnet wohnen.

Einige Ideen für die Zukunft haben wir ebenfalls, vielleicht errichten wir ein kleines Beobachtungspodest und eine Schautafel, die das Verständnis für unsere gefiederten Gäste fördert.“ Katrin Räsch betont: „Wir haben hier ein schönes Beispiel, dass Gästeverkehr und Schwalbennester einander nicht im Wege sind. Das ist nicht selbstverständlich. Urlauber können durch die Plakette eine schwalbenfreundliche Unterkunft erkennen. Und mit dem Schwalbendreck kann man konstruktiv umgehen.“ Für das Team um Sabine Schlechter ist die Ehrung Ansporn, Schwalben weiterhin als liebe Gäste willkommen zu heißen und ihnen zu helfen, sich auf Usedom auch in den nächsten Jahren wirklich wohl zu fühlen.

Kontakt: Professionelle Hilfe gibt die „Bugenhagen-Werkstatt“ am Heringsdorfer Spargelberg, wo Nisthilfen ab 50 Stück gefertigt werden.

uz