Nach diesen Schwankungen werden aktuell zehn Strecken bearbeitet (zwei Siedlung, zwei Wald, sechs Offenland), wobei zwei Mitglieder jeweils zwei Strecken übernehmen und eine Strecke seit Jahren im Team bearbeitet wird. Zu den aktuellen Teilnehmenden im Jahr 2026 gehören Jana Freitag, Cornelius Friedrich, Ute Gellendin, Marisa Kaster, Karl-Heinz Loist, Gerd Panknin, Kathrin Räsch, Bernd Schirmeister, Elise Schreiber und Sabine Weigler. Das ist eine erfreuliche Anzahl, sodass unsere NABU-Gruppe einen wichtigen Beitrag zu diesem landesweiten Programm leistet.
Darüber hinaus ist die Teilnahme immer auch ein persönliches Erlebnis: Man ist regelmäßig draußen in der Natur unterwegs, begegnet vertrauten Arten, lernt neue Vogelarten kennen, entwickelt ein immer besseres Verständnis für sein Zählgebiet und sammelt vielfältige Erfahrungen zu Vorkommen, Bestandsgrößen und jährlichen Schwankungen der Vogelwelt im komplexen Zusammenspiel ihrer Lebensräume. Manchmal wünscht man sich vielleicht etwas mehr Betrieb auf dem Rasen, doch eigentlich wird man jedes Mal belohnt, wenn man in der heimischen Natur unterwegs ist.
In der beigefügten Tabelle sind die wesentlichen Eckdaten des Programms sowie die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst; detaillierte Angaben zu Artenspektrum und genauen Bestandszahlen finden sich in den jährlichen Auswertungen. Die Kategorisierung nach Mild- oder Eiswintern bei der Wintervogelzählung (WiVoZä) ist dabei nicht streng meteorologisch zu verstehen, sondern bezieht sich auf die Bedingungen im jeweiligen Erfassungszeitraum. Vergleicht man diese Einteilung mit der internationalen Mittwinterzählung der Wasservögel (MWZ), können Abweichungen auftreten, da die MWZ nur an einem Wochenende Mitte Januar stattfindet. Ist die Witterung zuvor mild und die Gewässer eisfrei, spricht man dort von einem Mildwinter, selbst wenn es anschließend zu einem Kälteeinbruch kommt, der dann jedoch die WiVoZä beeinflusst. Umgekehrt kann es bereits zu Beginn des Winters sehr kalt sein, sodass die Gewässer zur MWZ zugefroren sind und ein Eiswinter vorliegt, während für die WiVoZä bei anschließender Milderung dennoch ein Mildwinter gilt.
Bericht und Fotos: Bernd Schirmeister


